Dienstag, 3. November 2009

Literatur:

- auf wissenschaftliche Grundlagen gestellt
- Natur genau wiedergeben, auch Hässliche und Elend werden Gegenstand der Kunst
- bevorzugte Gattung: Dramen
- Protagonisten aus Unterschicht, nicht Arbeiterklasse, auch Bürger
- Thema: vor allem soziale Not (z.B. Zerstörung von Familie durch Alkoholismus, Unterdrückung der Frauen, Verbrechen, gestörte Sexualität)
- Absicht: Mitleid erregen, anklagen, Sozialkritik üben
- neue Darstellungsformen: in epischer Dichtung limitiert „Sekundenstil“ die Sprechweise der Figuren und bildet Milieu bis ins Detail ab; Erzählzeit und erzählte Zeit nahezu deckungsgleich
- bevorzugte Thematik: soziale Frage, deterministische Menschenbild
- Gerhart Hauptmann bereitete schon in seinem ersten naturalistischen Werk („Bahnwärter Thiel“) mit Symbolik und mythischen Bildern die literarischen Gegenströmungen im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts vor
- Vorbilder der Naturalisten in der deutschen Literatur: Lessing, Dichter des Sturm und Drang, Büchner, Heine; sie kritisierten Missstände und wandten sich den benachteiligten Ständen zu
- starker Einfluss hatte: Literatur von Zola, Ibsen, Strindberg, Tolstoi, Dostojewski; deren genaue gesellschaftliche und psychologische Analysen die Naturalisten bewunderten

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