MERKMALE:
Die Jungdeutschen und die Vertreter des literarischen Vormärz hatten das gemeinsame Ziel, die Literatur zu erneuern, das Recht auch der Frauen auf Bildung und Selbstständigkeit durchzusetzen. Sie schrieben gegen die Zensur und für die Pressefreiheit, gegen die Willkür der absoluten Herrscher und für das Recht auf Freiheit und Gleichheit der Bürger, gegen die Kleinstaaterei und für eine demokratische Verfassung. Sie traten für eine Trennung von Staat und Amtskirche ein.
Im Jungen Deutschland entwickelte sich eine Gruppe von Intellektuellen, die sich nicht mehr von schönen Worten blenden ließ. Was sie wollte, war eine "Politisierung der Literatur", bei der Formen wie die Satire oder die Zeitkritik im Vordergrund standen. Nicht das Poetische, Erhabene, Romantische fand man entscheidend, sondern das Hier und Jetzt, die konkrete Situation der Gegenwart, die jeden Tag zu einer neuen Stellungnahme herausforderte.
Montag, 22. Juni 2009
ZENSUR
1819 wurde für alle Staaten des Deutschen Bundes eine Vorzensur eingeführt. Sie betraf alle Texte unter 20 Bogen (entspricht 320 Seiten). Damit fielen alle Schriften darunter, die für ein breites Publikum zugänglich waren, wie Zeitungen, Zeitschriften und viele Bücher. Verboten war vor allem die Kritik an den herrschenden politischen Verhältnissen, wie an der Regierung oder an dem Adel. Ab 1830 versuchten viele Autoren die Zensur zu umgehen. Sie weiteten den Umfang ihrer Schriften entweder auf 21 Bögen aus oder ließen ihre Werke im Ausland drucken. Dies führte zu einer Verschärfung der Zensur.
1819 wurde für alle Staaten des Deutschen Bundes eine Vorzensur eingeführt. Sie betraf alle Texte unter 20 Bogen (entspricht 320 Seiten). Damit fielen alle Schriften darunter, die für ein breites Publikum zugänglich waren, wie Zeitungen, Zeitschriften und viele Bücher. Verboten war vor allem die Kritik an den herrschenden politischen Verhältnissen, wie an der Regierung oder an dem Adel. Ab 1830 versuchten viele Autoren die Zensur zu umgehen. Sie weiteten den Umfang ihrer Schriften entweder auf 21 Bögen aus oder ließen ihre Werke im Ausland drucken. Dies führte zu einer Verschärfung der Zensur.
Heinrich Heine: *13. Dezember 1797
† 17. Februar 1856
Heines Auseinandersetzung mit der Romantik fand ihren Niederschlag in dem Buch "Die romantische Schule" (1836), das zugleich zu einer der wichtigsten theoretischen Schriften des Jungen Deutschland wurde, da es in ihr nicht um Literaturgeschichte ging, sondern um eine Abrechnung mit den reaktionären Tendenzen der (Spät-)Romantiker.
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